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Seminar –  zum Reichtum Afrikas und wie man verantwortlich mit dem Reichtum umgeht                                                        

Die afrikanische Diaspora und ihre Verantwortung für den Kontinent- Potenziale, Ansätze und Hindernisse.

Dr. Fekadu Bekele

24.10.2017-FB

 

Afrikas Reichtum-wie der Fluch zum Segen werden kann?

Die Fragestellung des Seminars impliziert, dass die Ressourcen Afrikas nicht zu Gunsten der Bevölkerung verwendet werden. Die vorhanden Ressourcen erzeugen weder Nationalreichtum noch sind die Afrikaner selbst Hauptnutznießer der Ressourcen.

Stattdessen sind die Ressourcen des Kontinents zu einem Fluch geworden. Mit anderen Worten, die Bevölkerung Afrikas ist  nicht Herr ihres Reichtums.

Über die Gründe dieser Entwicklung gehen die Meinungen auseinander.  Hauptsächlich gibt es zwei Sichtweisen unter den Experten, Sozialwissenschaftlern oder Ökonomen, um diese Problematik zu interpretieren.

Die einen meinen, dass die afrikanische Elite korrupt und verantwortungslos ist, und sie  daher nicht mehr in der Lage ist die Ressourcen des Kontinents in der Weise zu benutzen, damit Wohlstand erzeugt werden kann.

Die zweite Sichtweise vertritt eine andere These, und widerspricht der ersten Sichtweise. Diese Experten sehen die afrikanische Elite als Opfer des internationalen Herrschaftssystems. Aufgrund der  Tatsache, dass die politische Elite und die Staatssysteme in den jeweiligen afrikanischen Ländern in das internationale Herrschaftssystem integriert oder eingebettet sind, sind die afrikanischen Eliten quasi machtlos.

Um diese These zu untermauern, versuchen solche aufgeklärten Experten die Kulturgeschichte Afrikas mit der Kulturgeschichte Europas zu vergleichen. Ihrer Meinung nach ist die gesellschaftliche Struktur des Kontinents  durch äußere Eingriffe zerstört worden. In der Zeit der Sklaverei und des Kolonialismus sind viele afrikanische Länder nicht mehr im Stande Institutionen zu bilden und arbeitsteilige Ökonomien aufzubauen. Auch nachdem viele afrikanische Länder politisch unabhängig geworden sind, sind die alten Arbeitsteilungen und Herrschaftsstrukturen fortgesetzt worden. Die neuen Staaten sind daher in dem internationalen System eingebettet, damit sie nicht in der Lage sein werden autonom zu denken und zu handeln.  Wenn man die staatlichen Strukturen in Europa seit dem westfälschen Friedensabkommen anschaut, konnten viele westeuropäische Staaten eine nach innen gerichtete Wirtschaftspolitik praktizieren. Dabei hatten die Regierungen an deren Spitze absolutistische Monarchen waren, hatten soziale Kräfte, die Pioniergeist besaßen, unterstützt.     Damals hatten viele europäische Staaten verstanden, dass für den Aufbau eines Nationalstaates  die Förderung der Manufaktur unerlässlich ist. Nur durch die Manufakturrevolution war es möglich, dass ein starker Binnenmarkt aufgebaut werden konnte. Die Aufgabe des Staates war damals wie heute in erste Linie die Interessen des eigenen Landes zu vertreten und zu verteidigen. Ähnlich verhielten sich die USA, Japan und Süd Korea.  In fast allen afrikanischen Ländern sind jedoch die  staatlichen Strukturen im Keim erstickt.

Was bedeute das?

D.h. obwohl viele afrikanische Länder nominell unabhängig geworden sind, sind sie in der Realität unter der Kontrolle des kapitalistischen Systems. Da die politische Elite ausgebildet worden ist, Herrschaft im Sinne des internationalen Kapitalismus auszuüben, können keine sozialen und intellektuellen Bewegungen entstehen, die dann wiederum in der Lage wären die politischen Systeme selbst zu bestimmen. Gleichzeitig verhindern solche staatlichen Strukturen kombiniert mit fehlgeleiteten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die Entstehung einer Mittelschicht, die produktiv und konkurrenzfähig investieren kann. Wenn man die wirtschafspolitischen Maßnahmen der letzten 50 Jahre, die im Namen der Marktwirtschaft und unter der Regie der internationalen Institutionen praktiziert worden sind, analysiert, widersprechen solche wirtschaftspolitische Maßnahmen, den Gesetzen einer evolutionären Ökonomie und einer gesunden gesellschaftliche Entwicklung. Wie wir sehen, verhindern solche wirtschaftspolitischen Praktiken die Entstehung einer arbeitsteiligen Ökonomie auf der Basis von Manufaktur, Wissenschaft und Technologie.  Internationale Institutionen, wie der IWF und die Weltbank, die quasi die Interessen der kapitalistischen Länder vertreten, und überall agieren, damit alle Länder eine neo-liberale Wirtschaftspolitik praktizieren, haben dazu beigetragen, dass  solche chaotische Strukturen, die wir in den meisten afrikanischen Länder sehen, entstehen können. Damit wurden intransparente Situationen geschaffen. Dies wiederum schafft Orientierungslosigkeit innerhalb der Völker Afrikas.

Um den Satus Quo beizubehalten,  sind nach dem zweiten Weltkrieg, und speziell Anfang der 60er Jahren, Staatstrukturen entstanden die repressiv wirken, statt Akkumulationsbedingungen nach innen zu schaffen. Solche staatliche Strukturen schaffen stattdessen Akkumulationsbedingungen für den kapitalistischen Westen. Globalisierung, Freihandel und die sog. Terrorismusbekämpfung haben die primitive Akkumulation gestärkt. Mit anderen Worten sind afrikanische Staaten dazu degradiert Akkumulationsbedingungen für die Industrieländer zu schaffen bei gleichzeitiger Vernachlässigung einer ausgewogenen Entwicklung nach innen. D.h. die wirtschaftliche Entwicklung des Westens, die auf Wissenschaft und Technologie basiert,  und die Unterentwicklung Afrika, sind zwei Seiten derselben Medaille.

Wie man sieht, gibt es keine Gewaltenteilung in den meisten afrikanischen Ländern. Die meisten afrikanischen Präsidenten einschließlich der politischen Elite in jedem afrikanischen Land betrachten die Ressourcen ihres jeweiligen Landes als ihr Privateigentum.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass solche Staatssysteme und die Elite  korrupt sind. Freihandel und Globalisierung begünstigen sogar Korruption und Vetternwirtschaft. Ressourcen werden nicht im Sinne der Reichtums Erzeugung für die Bevölkerung und Bedürfnisbefriedigung verwendet.

Wenn wir von dieser These ausgehen und die politischen, sozialen und ökonomischen Systeme in den meisten afrikanischen Ländern analysieren, sieht man eine starke Verflechtung  zwischen inneren und äußeren Kräften. Tom Burgis zeigt in seinem sehr gut recherchierten Buch, The Looting Machine, , wie diese Verflechtung aussieht, und wie die Plünderung der Ressourcen weitreichende Konsequenzen für  die sozialen und ökologischen Situationen der betreffenden Länder hat. Geheimdienste, Söldner und einheimische bewaffnete Gruppen in Kollaboration mit staatlichen Institutionen und multinationaler Konzerne beuten die Ressourcen des Kontinents rücksichtslos aus und verschiffen sie ins Ausland.  D.h. die multinationalen Konzerne tragen keines Wegs dazu bei, eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung in jedem Land zu fördern. Ihr Hauptinteresse ist in erster Linie  die Plünderung des Reichtums des Kontinents und Profitmaximierung.

Beispiele  aus Angola,  Nigeria und der Republik Kongo.

Angolas Öl ist quasi unter staatlicher Kontrolle. Sonangol als Öl-Gesellschaft wurde im Jahre 1976 gegründet. Nach der Beendigung des Krieges im Jahre 2002, spielte Öl die Haupteinnahmequelle des Staates eine entscheidende Rolle. Öl macht ca. 93% des Exportanteils Angolas aus und ist die wichtigste Grundlage des wirtschaftlichen Wachstums des Landes. Angolas Wirtschaft wuchs von 2002 bis 2013 jährlich um 10,5%, d.h. von  $12,4 auf $124,1 Billionen in absoluten Zahlen Trotz dieses rasanten wirtschaftlichen Wachstums, das allerdings auf Öl basiert ist, konnte der Lebensstandard der Mehrheit der Angolaner nicht nennenswert gesteigert werden. 10  % des ärmsten Teils der Bevölkerung Angolas bekommt nur 0,6 % von dem Gesamteinkommen, wobei 10 % des reichsten Teils der Bevölkerung ca. 44, 7% von dem Gesamteinkommen des Landes bekommt. 43 %  der Bevölkerung Angolas verdient am Tag $ 1,25. Die Lebenserwartung der Bevölkerung ist eine der niedrigsten im Vergleich zu Bevölkerungen anderer ressourcenabhängiger Länder. Die Kindersterblichkeit ist am größten, und jedes sechstes Kind stirbt bevor es das 5. Lebensjahr erreicht ist.  Trotz großer Armut und Slumbildung ist Luanda eine der teuersten Städte der Welt.  Ein 5 Sternen Hotel kostet pro Übernachtung ca. $ 500, wobei eine Sandwich $ 30 kostet. Ein Apartment  mit drei Schlafzimmern kostet monatlich $ 15 000,00 und eine Flasche Champagner mit dem Namen Dom Perignon kostet $ 2 000.

Zugleich ist Kapitalflucht weit verbreitet, und $ 32 Billionen verschwanden zwischen 2007 bis 2010 aus dem Lande. Diese einfachen Beispiele beweisen, dass der Reichtum des Landes ein Fluch für die meisten Angolaner ist.  Tom Burgis hat in seinem Buch gezeigt, dass für diese Art Ressourcenplünderung und zunehmender Armut in Angola sowohl die politische Elite des Landes und auch ausländische Konzerne, einschließlich der Chinesen, mit ihrer Konzernen, die als 88 Queensway Gruppe bekannt ist, verantwortlich sind. Dieser Verflechtung zwischen der einheimischen politischen Elite und den ausländischen Konzerne blockiert die Entstehung und Entwicklung einer zivilen Gesellschaft. Unter dieser Bedingung ist es kaum möglich eine echte soziale Bewegung auf der Basis von Wissenschaft, Technologie und Philosophie zu organisieren.

Die Situation in Nigeria ist kaum besser. Obwohl die nigerianische Wirtschaft die größte in Afrika ist, ist diese Größe auf Öl basiert. Öl macht 35 % des Brutto Inland Produktes aus. 75% der staatlichen Einnahmen stammen aus diesem Sektor. Öl macht 90 % des Exports des Landes aus  Die Hauptprofuture dieses Wirtschaftswachstums sind wiederum die politische Elite und nicht die Masse der Bevölkerung in Nigeria. Von dem Gesamtbudget des Landes gehen nur 10,6 % für Erziehung und 5,7% für Gesundheit. Ca. 1/3 des Budgets wird für innere und äußere Verteidigung allokiert. 68% der Bevölkerung Nigerias verdient am Tag nur $ 1,25.

Die staatlichen Konzerne mit ihren ausländischen Partnern fördern am Tag 2,7 Millionen Barrel Öl.  Fast alle großen Ölkonzerne der Welt sind in Nigeria vertreten, und haben jeweils einen Anteil von 40% . Genauso in Angola, tragen diese Ölkonzerne nicht für die ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung Nigerias bei.  Wie Berichte und Filme zeigen, sind die Konzerne verantwortlich für das ökologische Desaster im Niger Delta. Die Ursache für den blutigen Kampf in diesem Gebiet ist auch auf  diese Ungerechtigkeit zurück zu führen.  Korruption und chaotische soziale Situationen mit weit verbreiteter Armut sind die Kehrseite der Abhängigkeit Nigerias vom Öl. Daher ist Öl ein Fluch für das nigerianische Volk statt ein Segen.

Die Situation in der Republik Kongo ist noch unüberschaubare als in den beiden Staaten, Angola und Nigeria. Da der Kongo flächenmäßig sehr groß ist, ist es sehr schwierig für eine Zentralregierung dieses große Land zu kontrollieren. Die demokratische Republik Kongo mit 2 345 410 km2 ist sehr dünn besiedelt, und hat nur 81 Millionen Einwohner. Im Osten und Süden des Landes kämpfen etliche Milizen, ohne dabei zu wissen, dass sie ihr Land zerstören. Die ruandische Regierung ist eine der Hauptakteure bei der Plünderung des Reichtums der demokratischen Republik Kongo im Osten Kongo. Hier findet man Gold, Zinn,  Koltan, und Tantal. Tantal und Koltan sind sehr begehrt, und daher kämpfen Milizen und die ruandische Regierung diesen beiden Metallen zu plündern. 30-80% von Koltan wird herausgeschmuggelt. Geschäftsleute aus dem Westen sind die Hauptabnehmer dieser Metalle.

Im Süden des Kongo liegt mehr Reichtum  als im Osten von Kongo. Es wird geschätzt, dass sich 50 % des Weltbestands von Kobalt in dieser Provinz befindet. Die Regierung der demokratischen Republik Kongo ähnlich wie in Angola, kontrolliert den Reichtum in dieser Region.  Unter der Kontrolle der Regierung stehender Gesellschaft beaufsichtigt der Reichtum des Landes.   Minengesellschaften aus den Vereinigten Staate, Kanada, Europa,  Australien und Südafrika beteiligen sich bei der Ausbeutung und Verschiffung des Reichtums dieses Gebiets. Obwohl die demokratische Republik Kongo sehr reich an mineralischen Ressourcen ist, lebt 88% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.

Summa Summarum ist Afrika  der reichste Kontinent der Erde. Der Kontinent ist nicht nur Reich an Mineralien, Öl und Gas,  er ist auch  für Ackerbau und Viehzucht geeinigt. Trotz dieses Reichtums lebt die Mehrheit der Afrikaner unter der Armutsgrenze.

Die Hauptfrage des Seminars ist: Wie kann man diesen Reichtums des Kontinents zum Segen umwandeln?

Niemand kann diese Frage leicht beantworten. Das Hauptproblem in den meisten afrikanischen Ländern ist:

  1. Es gibt keinen funktionierenden Staat in den meisten afrikanischen Ländern. Obwohl einige afrikanische Regierungen sich als Demokraten bezeichnen und der Namen Republik auf ihren Fahnen geschrieben haben, werden die Völker Afrikas von  Despoten regiert. Fast alle Despoten  in Afrika südlich der Sahara pflegen sehr guter Beziehungen mit den westlichen Ländern, die angeblich weltweit für Rechtsstaatlichkeit und liberale Ordnung kämpfen. Die Despoten betrachten den Staatapparat als ihr Privateigentum. In den letzten 30 Jahren sind die meisten Staatapparate in vielen afrikanischen Ländern repressiv aufgebaut worden. Regierungen besitzen ihre Geheimdienste, mit dem sie kritisch denkende Bürger verflogen. Einige Geheimdienste pflegen wiederum gute Kontakte mit den ausländischen Geheimdiensten. Warum viele afrikanische Regierungen  sehr gut aufgebaute Geheimdienstapparate besitzen, ist mir unerklärlich. Bekanntlich saugen solche kolossalen Apparate die Ressourcen des jeweiligen Landes.
  2. In den meisten afrikanischen Ländern fehlen gut funktionierende demokratische Institutionen in den, die Ressourcen, wie Arbeitskräfte und natürliche Ressourcen mobilisieren können. Es ist daher leicht für bewaffnete Gruppen und ausländische Konzerne die Ressourcen des jeweiligen Landes zu plündern.
  3. Es gibt keine gut organisierten zivilen Organisationen, die das Anliegen der Bevölkerung in jedem Land zum Ausdruck bringen und für guten Regierungsstil sorgen. Unter dieser Bedingung kann die politische Elite in ihrem Land das machen was sie will.
  4. In vielen afrikanischen Ländern fehlt echtes politisches und soziales Bewusstsein. Angefangen von den politischen Eliten bis hin zum Volk, leben die meisten Menschen unbewusst. Das Fehlen einer echten intellektuellen Bewegung, die naturwissenschaftlich, politisch, philosophisch und sozial denkt, begünstigt die ausländischen Konzerne frei in jedem Land zu schwimmen und die Ressourcen auszuplündern.
  5. Die meisten Regierungen in den Ressourcen reichen Ländern wissen nicht ganz genau über eine richtige Wirtschaftspolitik, die den befähigt echte Nationalreichtümer zu erzeugen. Es finden kaum Debatten über richtige Wirtschaftspolitik und über sinnvolle Investitionen statt. Die meisten Regierungen beraten von internationalen Institutionen und Beratungsfirmen bevorzugen Investitionen, die keinen Nutzen für die Mehrheit der Bevölkerung in jedem Land bringen.  Viele afrikanische Länder südlich der Sahara haben in den letzten 30 bis 40 Jahren eine neo-liberale Wirtschaftspolitik  verfolgt, die für Reichtums Vergeudung und chaotische Situationen verantwortlich sind.

Die Einnahmen aus Öl werden in Hotels und Hochhäuser investiert statt in Maschinen und sonstige Anlagen, die für die Herstellung weitere Maschinen und sonstige Produkte wichtig sind. In vielen Ressourcenreichen Ländern fehlen landwirtschaftliche Geräte die für die Steigerung der Produktivität der Landwirtschaft notwendig sind.  Daher ist die Landwirtschaft unterentwickelt, und die Länder müssen Nahrungsmittel  aus dem Ausland importieren.

  1. Es fehlen Kreditanstalten, die kleine und mittelständische Betriebe mit billigen Krediten versorgen können. Obwohl viele Afrikaner Ideen haben, bekommen sie keine Unterstützung von ihren Regierungen. Es fehlen auch Institutionen, die in der Lage sind, kleine und mittlere Betriebe zu beraten, und mit Ideen zu versorgen.
  2. In den meisten afrikanischen Ländern fehlen überschaubare und gut geordnete städtebauliche Strukturen. Die meisten Städte begünstigen die Entstehung von Slums, die nicht für kreative Tätigkeiten geeignet sind. Slums sind Brutstätten für Kriminalität, Prostitution und Drogen.

Um die Fragestellung zu beantworten, muss man ganz genau wissen was man will. Wenn wir von einem minimalen Ziel ausgehen, braucht man keine großen Debatten. Wenn wir von einem maximalen Ziel ausgehen, müssen wir  tiefgreifend analysieren.

Afrikanische Länder die über viele Ressourcen verfügen, müssen dazu gebracht werden, ihre Ressourcen in der Weise zu benutzen um echtes Reichtum zu erzeugen.  Es gibt kein Naturgesetz, das besagt, dass Ressourcen reiche Länder nur Ressourcen ausbeuten und exportieren müssen. Ressourcen sind knapp, und müssen daher ganz vernünftig und bewusst ausgebeutet werden, um den Lebensstandard der Bevölkerung in jedem Land zu verbessern. Es ist daher ein Umdenken notwendig. Die Voraussetzung für ein umweltfreundliches und Ressourcen schonender Ausbeutung ist die Steigerung des Bewusstseins der Bevölkerung in jedem Land.

Daher:

  1. Staatliche Strukturen müssen demokratisch umgestaltet werden.
  2. Es darf keine politische Elite an die Macht kommen, die nicht ein

    Mindestmaß an politischem, Sozialem und wirtschaftlichem Bewusstsein

    ausweist.

  1. Es dürfen keine politischen Parteien zugelassen werden, die keine echten

    organisatorischen Fähigkeiten und demokratischen Strukturen

    ausweisen.  Politische Programme allein genügen nicht, um ein Land zu

    regieren. Theoretische, wissenschaftliche und philosophische

    Voraussetzungen müssen  im  Vordergrund stehen um die Fähigkeiten

     der Parteien zu messen.

 

  1. Bildungsinstitutionen müssen überall gegründet werden um das

    Bewusstsein der Massen zu steigern.

  1. Institutionen, die Ressourcen des jeweiligen Landes kontrollieren, und

    Für  eine sinnvolle Verwendung  sorgen müssen überall aufgebaut     

    werden.

 

  1. Ausländische Investoren müssen strikt kontrolliert werden. Investoren

    die kein echtes Reichtum produzieren, und die für die Entstehung von   

    Arbeitsplätzen nicht sorgen, dürfen nicht zugelassen werden.      

    Ausländische  Investoren dürfen nicht als Herren agieren. Sie müssen

    sich demokratisch  verhalten und respektvoll mit ihren Belegschaften

    umgehen.

 

  1. Regierungen müssen dazu gebracht werden um eine nach innen

    orientierte   

   Wirtschaftspolitik zu verfolgen. Die Einmischung sog. Internationaler    

   Institutionen in der inneren Angelegenheit eines Landes müssen strikt   

   Verboten werden.

 

  1. Die Aufgabe jeder afrikanische Regierung ist es, ihre Nationalökonomie

   auf der Basis von Manufaktur, Wissenschaft und Technologie

   aufzubauen. Freihandel und  Globalisierung sind gegen eine gesunde

   Nationalökonomie.  Unter dem Regime des Freihandels ist es unmöglich

   einen gesunden auf der Basis von Manufaktur, Wissenschaft und

   Technologie  aufzubauen. 

 

   Fekadu Bekele, Entwicklungsökonom und Publizist

 fekadubekele@gmx.de